Richard Deats
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 Rev. Richard Deats


Richard Deats sprach  zum 11.9.2002 beim Friedensgottesdienst in St. Laurentii in Itzehoe und im Politischen Nachtgebet in St.Katharinen in Hamburg. 
Zum Text seiner Ansprache.
Der Text als Word-Datei;  nur Deutsch; nur Englisch


Richard Deats ist Herausgeber der Zeitschrift "Fellowship Magazine" des US-amerikanischen zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes (Fellowship of Reconciliation, FOR) . Zuvor war er bereits Generalsekretär (executive secretary) des FOR und Direktor der Arbeit mit religiösen und kirchlichen Friedensgruppen (director of interfaith activities).

In seinem Weihnachtsbrief 2001 schrieb Richard Deats an seine Freundinnen und Freunde in aller Welt:

"Dieses Jahr war ein Jahr großer und unerwarteter Veränderungen in der Welt. Am Hudson River nur 25 Meilen nördlich von dem zu leben, was einst das World Trade Center war, bedeutete dass unsere Gegend ganz besonders durch die Ereignisse des 11. September mitgenommen wurde. Eines des Flugzeuge, die das WTC trafen, flog durch das Tal des Hudson River genau über unsere Köpfe, obwohl wir das zu der Zeit natürlich nicht wussten.

Jeremy Glick, ein ehemaliger Schüler meiner Frau Jan (sie unterrichtete ihn 3 Jahre lang in Musik), war in dem entführten Flug Nr. 93 und er war eine der Personen, die verhinderten, dass das Flugzeug auf Washington oder ein Atomkraftwerk stürzte und stattdessen auf ein Feld in Pennsylvania.

Viele Menschen in unserer Gegend wurden getötet und immer noch (im Dezember 2001) erscheinen täglich Nachrufe in unserer örtlichen Tageszeitung wie auch in der New York Times.  Hilfegesuche und Steckbriefe, die nach seit dem 11. September vermissten Freunden und Verwandten suchen, sieht man an vielen Plätzen. In den Tagen nach dem Angriff, als der kommerzielle Luftverkehr ruhte, war es still über unseren Köpfen - nur durchbrochen durch die militärischen Patrouillenflüge der F-16 Kampfjets, die nach wie vor rund um die Uhr die Himmel patrouillieren.

Das Feuer am Ort des World Trade Centers brennt noch immer und Menschen voller Mitgefühl von überall aus dem Land helfen, die enormen Bedürfnisse im Süden Manhattans zu decken, die durch die terroristischen Angriffe verursacht wurden.

Die Arbeit beim Versöhnungsbund war äußerst intensiv, da wir versuchten uns sowohl dem Krieg in Afghanistan im Ausland als auch den Vorurteilen gegen Muslime und Araber und Hasstaten hier im Lande zuzuwenden.

Der Aufruf des Versöhnungsbundes: "Nein zum Hass. Nein zum Krieg." und dazu, die fürchterlichen Verbrechen durch einen Internationalen Strafgerichtshof zu verfolgen und zu einem neuen Marshall Plan, der darauf gerichtet sein sollte, die Armut und das Elend zu bekämpfen, aus denen Terrorismus und Fanatismus geboren werden,  hat bei vielen Menschen zu positiven Reaktionen geführt, aber es hat sicherlich nicht die Stimmung im Lande im Ganzen getroffen.

Der Versöhnungsbund hat am Eingang seiner Zentrale eine große Erd-Fahne aufgehängt. Es war schwer für uns mit der extremen Feindschaft, den hassvollen Anrufen und sogar den Todesdrohungen gegenüber einem unserer Mitarbeiter umzugehen. Aber wie Muriel Lester gesagt haben würde: Böses mit Gutem zu überwinden ist schwer, aber es ist der Weg des Friedefürsten. Und es bleibt unsere Hoffnung für die Zukunft."

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Der amerikanische Versöhnungsbund setzte sich 1990 gegen eine Irak gegen den Irak ein. Seit dem Waffenstillstand wirbt er für eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Irak, dem über 1 Million Menschen, vor allem Kinder bisher zum Opfer fielen. Im August 2002 rief er erneut gegen einen Angriff auf den Irak auf. (Text in Englisch, die Übersetzung ins Deutsche ist erst eine Rohübersetzung).

Im 2. Weltkrieg wandte sich der US-Versöhnungbund gegen die Bombardierung deutscher Städte, wie z.B. Hamburg. In der Zeitschrift Fellowship wurde im März 1944 der Artikel "Massacre by Bombing" von Vera Brittain veröffentlicht.

Bis zu ihrem Tode im Alter von 91 Jahren  im Sommer diesen Jahres arbeitete die in den 30er Jahren vor der Verfolgung durch die Nazis geflüchtete Lisel Lowen als Freiwillige in der Zentrale des US-Versöhnungsbundes. Sie war eine Kusine des Hamburger Malers Arie Goral-Sternheim und wird in seinem von der Landeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Büchlein "Im Schatten der Synagoge" über das jüdische Leben im Grindelviertel mehrfach erwähnt. Hieraus stammen auch die hier veröffentlichten Fotos zum Andenken an Lisel Lowen / Liesel Löwenherz. Näheres zur Geschichte von Lisel hier demnächst.
(Eine ebenso geflüchtete Freundin von ihr ist übrigens die Großmutter von Monika Lewinsky.)

Aufruf des Fellowship of Reconciliation vom 16. August 2002: "Kein Krieg gegen den Irak!" Aufruf als pdf-Datei

Die Geschichte des Versöhnungsbundes in den USA: The Rebel Passion by Richard Deats (in Englisch)

März 1944: der Fellowship of Reconciliation wendet sich gegen die Bombardierung deutscher Städte im 2. Weltkrieg mit der Veröffentlichung von "Massacre by Bombing"

 

Dr. Richard L. Deats is the Fellowship of Reconciliation's director of communications and editor of Fellowship magazine.

Deats, who has worked for FOR since 1972, is a United Methodist minister. He taught social ethics at Union Theological Seminary in the Philippines from 1959 to 1972. Before his current position as editor and communications director, Deats served FOR as executive secretary and director of interfaith activities. He has taught workshops and lectured on active nonviolence in over a dozen countries, including South Africa, Bangladesh, the Philippines, India, Haiti, Kenya, Lithuania, Russia, and Israel. He has met with the PLO in Tunis, with Burmese liberation groups, and with indigenous movements in Ecuador. In 1986, he was part of an IFOR nine-week training project that contributed to the "people power" revolution in the Philippines.

A native of Texas, Deats holds a B.A. from McMurry University, a B.D. from Southern Methodist University and a Ph.D. from Boston University. He was president of the Texas Methodist Student Movement and student body president at Southern Methodist University. Since his college days he has been active in the civil rights movement and was a member of the Martin Luther King, Jr. Federal Holiday Commission until it was terminated in 1996. His wife Jan is a concert pianist and music teacher. They have four children and thirteen grandchildren.

Deats' writings include Nationalism and Christianity in the Philippines, Ambassador of Reconciliation: A Muriel Lester Reader, and How to Keep Laughing Even Though You've Considered All the Facts. He co-edited Active Nonviolence: A Way of Life, A Strategy for Change. His latest book, Martin Luther King, Jr., Spirit-led Prophet, was released in the fall of 1999 and is now in its second printing. His writings have appeared in such publications as The Christian Century, Sojourners, The Progressive, The National Catholic Reporter, The Other Side, USA Today, Reconciliation International, and Fellowship.

 

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