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Die Herausforderung des Welt-Hauses am 11. September
Ansprache von Pastor Richard Deats am 11. September 2002 in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen und in Itzehoe, St. Laurentii Übersetzung Michael Stahl
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Englisch
THE CHALLENGE OF THE WORLD HOUSE ON SEPTEMBER 11. By Richard Deats Delivered at St. Katharinen Church Hamburg, Germany September 11, 2002
In the last chapter of Martin Luther King’s final book, “Where Do We Go From Here? Chaos or Community?”, the concluding chapter is entitled “The World House.” In it King tells about a novelist who dies. In his papers are found thoughts for a new book: a widely separated family inherits a very valuable home. In order to get the home, they have to return there and live together. King says that we humans are like that family: widely scattered and divided into nations, races, classes and ideologies, we have inherited the earth—the World House—and we have to learn how to live together in order to receive our inheritance. For we must, says Dr. King, learn to live together as brothers and sisters, or we will die together as fools.
Das letzte Kapitel von Martin Luther Kings letztem Buch „Wohin gehen wir von hier – Chaos oder Gemeinschaft?“ trägt die Überschrift: Das Welten Haus. In diesem Kapitel schreibt Martin Luther King über einen Romanautor, der sterben muss. In seinen Papieren findet man Gedanken für ein neues Buch: es handelt von einer zerstrittenen, weit zerstreuten Familie, die ein wertvolles Haus erbt. Um das gemeinsame Erbe antreten zu können, muss die Familie in das Haus zurückkehren und zusammenleben. Luther King sagte, dass wir Menschen sind wie diese Familie: Weit auseinandergerissen und geteilt in Nationen, Rassen, Klassen und Ideologien haben wir die eine Erde – das Weltenhaus – geerbt, und wir müssen lernen, in diesem einen Haus zusammenzuleben, das Erbe zu behüten und zu bewahren. Denn wir müssen, so King, lernen als Schwestern und Brüder zusammenzuleben, oder wir werden miteinander sterben.
One year ago a great atrocity occurred when hi-jacked airliners were flown into the World Trade Center, the Pentagon and a field in Pennsylvania. The national headquarters of the Fellowship of Reconciliation where I work are by the Hudson River in Nyack, New York, only 25 miles from what is now called Ground Zero. Like others in the New York City area, we were profoundly affected by these attacks and the subsequent destruction and loss of life. A whole was torn out of the heart of New York City. Families were rent asunder as thousands died.
Die schrecklichen Ereignisse des 11.September, als Flugzeuge auf das World Trade Center, das Pentagon und ein Feld in Pennsylvania stürzten, sind nun heute genau auf den Tag ein Jahr her. Das Hauptquartier des Versöhnungsbundes, für den ich arbeite, liegt am Hudson River in Nyack, nur 25 Kilometer vom Ground Zero entfernt. Wie viele andere in der Umgebung von New York waren wir sehr betroffen von diesen Angriffen, den Zerstörungen, dem Verlust von Menschenleben. Ein Stück des Herzens von New York war uns ausgerissen worden.
Not only individuals from the New York City area but persons from many countries died that day. Just one example among many: a good friend of two of my co-workers was from Bangladesh, an active member of the local Sufi mosque. When he died at the World Trade Center, he left behind a pregnant Bangladeshi wife with three children. And she has no US passport. Jeremy Glick, a former student of my wife, was on United Flight 93. An athletic and generous young man, he was one of the passengers that brought that flight down in Pennsylvania instead of its intended destination, perhaps the White House.
Es waren nicht nur New Yorker von der Katastrophe betroffen, sondern Menschen aus der ganzen Welt starben an diesem Tag. Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel von vielen erzählen: Ein guter Freund von zwei meiner Mitarbeiter kam aus Bangladesh, ein aktives Mitglied einer Moshe. Als er im WTC starb, hinterließ er seine schwangere Frau und drei Kinder. Und seine Frau hatte keinen US Pass. Und Jeremy Glick, ein ehemaliger Schüler meiner Frau, war an Bord von United Flight 93. Er war sportlich und großzügig, ein junger Mann, er gehörte zu den Passagieren, die das Flugzeug in Pennsylvania zum Abstürzen brachten und einen Anschlag möglicherweise auf das Weiße Haus verhinderten.
For months the search went on—and even now goes on—for those unaccounted for. Posters of the missing are still found in post offices, restaurants, and other public places. And everywhere, it seems, people feel more insecure, less certain of their safety, and even of the future of the human experiment. Hamburg is particularly related to September 11, we now know, because it was here that a central part of Al Qaeda’s plot developed, through Mohammed Atta and his colleagues.
Monatelang haben Menschen nach ihren Angehörigen gesucht, und viele suchen heute immer noch. Plakate mit den Namen der Vermissten finden sich immer noch in den Postämtern, Restaurants und anderen öffentlichen Plätzen. Und überall fühlen sich die Menschen in New York viel unsicherer als früher, sie haben das selbstverständliche Gefühl von Sicherheit verloren, und sind sich auch der Zukunft nicht mehr sicher. Hamburg hat eine ganz besondere Beziehung zu diesen Ereignissen, das wissen wir jetzt, in Ihrer Stadt wurden die schrecklichen Pläne für die Attentate von Mohammed Atta und seinen Freunden entworfen.
Tragically, the response of the US Bush Administration is taking the world into a highly dangerous situation: a state of permanent war, one with no no apparent end in sight. It is what the New York Times columnist Thomas Friedman calls 11 “the beginning of World War III.” President Bush and his small circle of leaders, short on wisdom and oversupplied with testosterone, unilaterally make decisions, breaking treaties and abandoning cooperative approaches to world problems. Heedless of global warming and the depletion of natural resources, they seek an unlimited supply of oil; alternative sources of energy are not a priority. They have recklessly expanded spending on weapons and heightened the danger of nuclear war.
Es ist tragisch, dass die Antwort der US Administration war, die Welt in eine hoch gefährlich Situation zu versetzen: einen Zustand des ständigen Krieges, ein Krieg ohne Aussicht auf ein Ende. Es ist was der New York Times Journalist Thomas Friedmann bereits den „Anfang des 3.Weltkrieges“ nannte. Präsident Bush und seine kleine Machtelite, mit wenig Weisheit geschlagen, haben ganz allein ihre Entscheidungen getroffen, haben Abkommen gebrochen und gemeinsame Ansätze für Lösungsversuche der Weltprobleme abgebrochen. Ungeachtet des Weltklimas und der Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen, suchen sie den unbegrenzten Zugang zu den Ölreserven. Rücksichtslos haben sie den Militärhaushalt ausgebeutet und die Gefahr eines nuklearen Krieges vergrößert.
Bush has assumed the mantle of warrior and righteous leader who is battling Evil with what the writer Susan Sontag calls “a mandate for expanding American power.” He attacked Afghanistan and has stated America’s right to preemptively attack other nations he defines as part of the worldwide network of terrorism. At the moment Iraq is under imminent threat of a US invasion, despite worldwide criticism and the lack of backing from other nations except England. The clear and cogent opposition by Germany to this rush toward war is of great importance at this critical time.
Bush hat den Mantel eines Kriegers und rechthaberischen Befehlshabers angezogen. Er möchte das Böse mit dem bekämpfen, was die Autorin Susan Sontag ein „Mandat zur Ausweitung der amerikanischen Macht“ nennt. Bush ließ Afghanistan angreifen und behauptete Amerika´s Recht auch andere Länder präventiv anzugreifen, die Länder, die er zum weltweiten Netzwerk der Terroristen hinzuzählte. Im Moment ist es der Irak, der von einer US Invasion bedroht ist, unabhängig von der weltweiten Kritik und fehlender Unterstützung anderer Ländern mit Ausnahme von GB. Die klare und geradlinige Haltung von Deutschland gegen ein militärisches Eingreifen im Irak hat für uns große Bedeutung.
This is not to minimize the danger of terrorism to the whole world community. It is to state that an ongoing state of permanent war led by the world’s superpower will not solve the problem of terrorism that it is meant to address. Indeed, war itself is a form of terrorism and it breeds the conditions that produce more terrorism. As Gandhi said, “An eye for an eye and a tooth for a tooth leaves the world blind and toothless.”
Es geht nicht darum, die Gefahr des Terrorismus für die zivilisierte Welt klein zu reden. Nein, es geht darum, dass der Zustand dauernden Krieges die eigentlichen Probleme des Terrorismus und seiner Ursachen nicht lösen kann. Vielmehr ist der Krieg selbst eine Form des Terrorismus, der in sich schon die Saat für weiteren Terrorismus trägt. Wie Gandhi einmal sagte: „Auge um Auge, Zahn um Zahn lässt die Welt blind und zahnlos werden.“
Terrorist networks are not nation states and to attack countries where terrorists are found is like weeding a garden with a bulldozer, or bombing New York City to get rid of the Mafia. This war against terrorism is a highly lethal and indiscriminate form of collective punishment. More innocent civilians have been killed in Afghanistan than were killed on September 11 and yet the whereabouts of Osama ben Laden remain unknown.
Die Netzwerke der Terroristen sind keine nationalen Staaten. Länder anzugreifen, die Terroristen beherbergen, ist, als ob man mit einem Bulldozer seinen Garten umpflügt, oder NYC bombardiert, um sich von der Mafia zu befreien. Der Krieg gegen den Terror ist eine Form der kollektiven Bestrafung. Es sind mehr unschuldige Zivilisten in Afghanistan getötet worden als am Sept 11, und das obwohl es immer noch unklar ist, wo sich Osama ben Laden aufhält.
Terrorism is a criminal act rather than an act of war. Carefully coordinated worldwide police, intelligence and surveillance agencies, not invasions and bombings, are called for. The United Nations, through its various treaties dealing with terrorism, should be the main actor in solving this global problem, not the unilateral actions of any one nation. UN Secretary General Kofi Annan repeatedly stated this but he was ignored by the Bush Administration. Bush also refused to ratify the International Criminal Court, another avenue critically needed if this problem is to be dealt with through peaceful means.
Terrorismus ist ein kriminelles Verbrechen, nicht eine Kriegshandlung. Was wir brauchen, sind nicht Invasionen und Bombardierungen, sondern der gute koordinierte Einsatz weltweiter Polizei- und Geheimdienstkräfte. Die Vereinten Nationen – auf der Basis der vorhandenen Abkommen und internationalen Verträge zum Terrorismus - sollten die Hauptrolle zur Lösung dieses globalen Problems bekommen, nicht einzelne Staaten. UN Generalsekretär Kofi Annan hat dies wiederholt vorgeschlagen, aber die Bush Administration hat dies ignoriert. Bush hat es auch abgelehnt, den internationalen Gerichtshof zu ratifizieren, ein anderes Instrumentarium, was wir im Sinne einer friedlichen Lösung des Terrorismusproblems unbedingt brauchen.
Once again I turn to Martin Luther King for wisdom. Ten days before his assassination, he met with a national gathering of rabbis. During the question and answer time, he was asked what he would advise for dealing with the violence in the Middle East. He said, “…what is needed in the Middle East is Peace…Peace for Israel means security, and that security must be a reality. Peace for the Arabs means the kind of economic security that they so desperately need. These nations, as you know, are part of that third world of hunger, of disease, of illiteracy. I think that as long as these conditions exist there will be tensions, there will be the endless quest to find scapegoats. So there is a need for a Marshall Plan for the Middle East, where we lift those who are at the bottom of the economic ladder and bring them into the mainstream of economic security.”
Lassen Sie mich dafür noch einmal auf die Weisheit von Martin Luther King zurückkommen. Zehn Tage vor seiner Ermordung, kam er mit einer nationalen Versammlung von Rabbinern zusammen. Er gefragt, was er raten würde, um mit der Gewalt im Nahen Osten umzugehen. Er sagte: „Was der Nahe Osten braucht, ist Frieden... Frieden für Israel bedeutet Sicherheit, und diese Sicherheit muss Realität werden. Frieden für die Araber meint die ökonomische Sicherheit, die sie so verzweifelt suchen. Diese Nationen gehören zur Welt des Hungers, der Krankheit, des Analphabetentums. So lange dies die Bedingungen sind, werden die Spannungen bleiben. Wir brauchen einen Marshallplan für den Mittleren Osten, der diejenigen an der unteren Stufe der sozioökonomischen Stufenleiter nach oben befördert und sie in den Mainstream ökonomischer Sicherheit bringt“. So weit das Zitat.
A new kind of Marshall Plan for the Middle East! What if this wisdom would have been followed in 1968? Or in 2001? People with no hope and in terrible conditions are tempted to listen to persons with desperate answers—charlatans, fanatics, false prophets, preachers of hate and violence. Misery, poverty and oppression are pools in which terrorism and extremism thrive. Why not dry up those pools? Why not draw upon our faith traditions that teach compassion, mercy, goodwill, justice and peace, not retaliation and war?
Ein neuer Marshallplan für den Nahen Osten. Was wäre gewesen, wenn man 1968 diesem Ratschlag gefolgt wäre? Oder im Jahr 2001? Menschen, die unter schlimmen Lebensbedingungen zu leiden haben und deswegen ohne Hoffnung sind, sind versucht, auf die falschen Ratgeber zu hören: auf Scharlatane, Fanatiker, falsche Propheten, Prediger von Hass und Gewalt. Elend, Armut und Unterdrückung sind die Quellen des Terrorismus. Warum trocknen wir diese Quellen nicht aus ? Warum vertrauen wir nicht auf die guten Traditionen unseres Glaubens, die uns Leidenschaft, Gnade, guten Willen, Gerechtigkeit und Frieden lehren, nicht Vergeltung und Krieg?
What if the wealthy nations of the world were to take up this challenge? What if the churches, mosques, and synagogues challenged the world to answer this call to put away swords and feed the hungry, lift the fallen and bring hope to a frightened and bewildered world? Some of the persons who lost family members on September 11 have organized a group called “Peaceful Tomorrows.” Their motto is, “Our grief is not a call to war.” They believe that mass murder should not be the occasion for retaliatory mass murder but rather should occasion peaceful actions that overcome evil with good.
Was wäre, wenn die wohlhabenden Länder der Welt diese Herausforderung annehmen würden ? Was wäre, wenn Kirchen, Moscheen und Synagogen dabei an erster Stelle ständen und dazu aufrufen würden, die Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden, die Hungrigen satt zu machen, die Gefallenen aufzurichten und einer kalten und verwilderten Welt neue Hoffnung zu schenken ? Einige derjenigen, die jemanden aus ihrer Familie im WTC verloren haben, organisierten eine Gruppe mit dem Namen „Peaceful Tomorrows", "Friedliche Morgen“. Ihr Motto ist: „Unsere Trauer ist keine Erklärung zum Krieg“. Ihrem Schmerz zum Trotz, sie glauben daran, dass auch Massenmord nicht der Anlass zu einem Vergeltungs-Massenmord sein kann, sondern eher die Gelegenheit für friedliche Aktionen damit das Böse mit Gutem überwunden wird.
In March of 2000 I went with an interfaith delegation of the Fellowship of Reconciliation to Iraq. We were Jew, Christian and Muslim. We visited children’s cancer wards where we saw first hand the victims of a decade of sanctions that have left Saddam Hussein in power but have killed over half a million Iraqis under the age of five. We went to the southern city of Basra, near Kuwait. There depleted uranium from the Gulf War continues to poison the people. After visiting the place where the Tigris and Euphrates Rivers join, we meditated on these words of scripture (Revelation 22)
Im März 2000 war ich mit einer Interreligiösen Delegation des Versöhnungsbundes im Irak. Wir waren Juden, Christen und Muslime. Wir besuchten die Kinderkrebsabteilung eines Krankenhauses, wo wir mit eigenen Augen sehen konnten, was die Sanktionen gegen den Irak an Elend und Leid bewirkt haben, und Saddam ist immer noch an der Macht. Über eine halbe Millionen Kinder unter 5 sind im Irak gestorben. Wir fuhren dann weiter nach Basra, im Süden des Irak, in der Nähe von Kuwait. Das abgereicherte Uran aus dem Golf Krieg vergiftet immer noch die Menschen. Nachdem wir an dem Platz gewesen waren, wo Tigris und Euphrat zusammenfließen, meditierten wir über einen Vers aus der biblischen Offenbarung, ich zitiere:
We were struck by the immediacy of that passage in this parched land where water is so utterly precious. And we grieved for what we had witnessed everywhere we had traveled: instead of bringing life in Iraq today, water—polluted and untreated—brings death. For Iraq’s infrastructure, destroyed by war, is still in ruins. The most comprehensive sanctions ever imposed on any nation prevent the normalization of life, and hence the rebuilding of the nation.
Wir waren überwältigt, wie dieser Abschnitt der Bibel in diesem Landstrich auf einmal zu uns sprach. Und wir trauerten über das, was wir an so vielen Orten erlebt hatten: statt Leben in den Irak zu bringen, bringt das Wasser – vergiftet und ungefiltert – heute den Tod. Denn die Infrastruktur, durch den Krieg zerstört, ist immer noch ruiniert. Die wirksamsten Sanktionen, die je über ein Land verhängt wurden, verhindern, dass es im Irak zu einer Normalisierung des Lebens kommt und die Nation wieder aufgebaut werden kann.
Denis Halliday, who formerly served as coordinator of the UN “oil for food” program and resigned in dismay at the utter inadequacy of that program, said, “Nonviolent solutions can work. The problem is that we do not invest in them. We do not persist. We do not respect the dignity and sovereignty of others. We impose.”
Denis Halliday, der früher als Koordinator des UN Programms „oil for food“ arbeitete, legte sein Amt nieder, weil das Programm nicht umzusetzen war. Er sagte: „Gewaltfreie Lösungen haben eine Chance. Das Problem ist, dass wir nicht in gewaltfreie Strategien investieren.“
Many people say, “Well, nonviolence is ok but it takes too much time.” And these same people accept the probability of years and years of war that treat the symptoms, not the sources of violence and terror in our world. Growing up in the American South, I experienced how a disfranchised people changed the course of US history through an unyielding nonviolent campaign.
Viele Leute sagen “Gewaltlosigkeit ist ok, aber sie braucht zu viel Zeit“. Und die gleichen Leute akzeptieren jahrelange Kriege, die doch nur die Symptome bekämpfen, und nicht die Ursachen von Gewalt und Terror in der Welt. Ich bin im Süden der USA aufgewachsen und habe selber erlebt, wie Menschen im Kampf gegen den Rassismus den Verlauf der Geschichte verändert haben, gewaltfrei.
In the Philippines, I witnessed the Filipino people’s awakening to ‘people power’ and bringing down Dictator Marcos and his army of a quarter of a million. I was with Lithuanians who were the first Soviet Republic to peacefully declare independence and then nonviolently withstand the attempts of the Red Army to crush their resistance. Such ‘experiments with Truth’(the title of Gandhi’s auto- biography) are what is required if we are to have a hopeful future. Both the United Nations and the World Council of Churches have called for this to be a decade for overcoming violence and building a culture of peace. We can achieve this goal if we marshall the resources of the world for peace, not for war.
In den Philippinen war ich Augenzeuge, wie das Philip. Volk aufgewacht ist und seine Kräfte entdeckt hat, Kräfte die stärker waren als der militärische Arm des früheren Diktators Marcos. Ich war mit Menschen aus Litauen zusammen, das als erste Sowjet Republik friedlich seine Unabhängigkeit demonstriert hat und sich gewaltfrei der Roten Armee widersetzte. Gandhi hat dies einmal „Experimente der Wahrheit“ genannt. Wir brauchen auch heute solche Experimente, wenn wir für die Zukunft Hoffnung haben wollen. Sowohl die Vereinten Nationen als auch der Weltrat der Kirchen haben deswegen zu einer Dekade zur Überwindung der Gewalt und der Bildung einer Kultur des Friedens aufgerufen. Dies Ziel können wir erreichen, wenn wir einen Marshallplan für den Weltfrieden auf den Weg bringen, nicht den Krieg.
Can Jews, Christians and Muslims—all from the common Abrahamic tradition —not only reject the short-sighted call to arms against Iraq but affirm their God who calls us to beat swords into plowshares, and learn war no more? The World House stands beside the Tree of Life whose leaves are for the healing of the nations. This is our call on September 11.
Für Juden, Christen und Muslime, die in Abraham eine gemeinsame Tradition haben, heißt heute die Frage: Können sie dem kurzsichtigen Ruf zu den Waffen gegen den Irak widerstehen und stattdessen gemeinsam Gott bekennen, der uns aufruft, Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden und Krieg nicht mehr zu lernen? Das Weltenhaus steht an der Seite des Lebensbaumes. Seine Blätter dienen zur Heilung der Völker. Das ist unser Aufruf am 11.September.
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